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Weinkeller renovieren / Presshaus sanieren

RENODRY Österreich

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19. November 2023

Wie kann man einen Weinkeller renovieren, bzw. sanieren?

Beim Renovieren, bzw. sanieren eines Weinkellers kommt es auf die fachgerechte Sanierung von Feuchtigkeit, Schimmel und bröckelndem Mauerwerk an. RENODRY bietet dafür ein durchdachtes System aus Mauertrockenlegung, Sanierputzen und Innenausbau – ideal zur langfristigen Erhaltung eines stabilen, klimatisch geeigneten Weinkellers.

Weinkeller und Presshäuser in Niederösterreich

Weinkeller, Presshaus und Gewölbekeller: In Niederösterreich gibt es ca. 1.000 Kellergassen mit ca. 36.000 Weinkellern bzw. Presshäusern. Einige wenige gibt es noch im Grenzgebiet in Tschechien, im Burgenland und in Westungarn. Aber sonst nirgends auf der ganzen Welt.

Folglich stellen die Kellergassen ein einmaliges Kulturgut dar. In anderen Worten, die Keller zu erhalten und zu sanieren ist in Niederösterreich eine der wichtigsten kulturellen Aufgaben. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Erhaltung des Presshauses in seiner Schlichtheit und Ursprünglichkeit.

Wie auch Prof. Helmut Leierer, 2004 in seinem Buch „Zukunft Kellergassen-Baugestaltung“ geschrieben hat: „Es muss uns bewusst werden, dass unsere niederösterreichischen Kellergassen ein einzigartiges Kulturgut darstellen, welches nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Wenn wir die Kellergassen, ganz gleich in welcher Art, zerstören, vernichten wir unwiederbringlich dieses kulturelle Erbe für alle späteren Generationen. Kellergassen sind für die Zukunft der Region wichtig, und ihre Erhaltung in traditioneller Form sollte außerhalb jeder Diskussion stehen. (…)“

Viele der Weinkeller und Presshäuser müssen renoviert werden, aber…

Wie saniert man eine Kellergasse richtig?

Leider wurden viele Kellergassen in den letzten Jahrzehnten durch falsche Sanierungsmaßnahmen in ihrer äußeren Form oftmals regelrecht zerstört. Mittlerweile ist aber ein Umdenken eingetreten.

Die Presshäuser – im Weinviertel, wo sich die meisten befinden, sagt man einfach nur „Keller“ zu den Presshäusern – sind für die heutige Weinproduktion vielfach nicht mehr geeignet. Aus diesem Grund erhalten sie eine neue Funktion, zum Beispiel als Verkostungsraum oder Trinkstüberl für Weinliebhaber. Wichtig ist aber dennoch, dass die Presshäuser in ihrer äußeren Form erhalten bleiben.

Das bedeutet, dass – z.B. wenn jemand Fenster einbauen möchte– diese klein sein sollten, denn früher waren Fenster selten in den Kellern. Es gab nur Lüftungsluken, die das ganze Jahr offenblieben.

Auch auf die Erhaltung der alten Türen sollte geachtet werden. Wenn neue Türen gebraucht werden, dann Türen, die in das Ambiente passen.

Ein weiterer Punkt ist die Erhaltung des Daches. Natürlich gibt es keine Strohdächer mehr, wie es vor Ende des 19. Jahrhunderts üblich war. Stattdessen sind alte Dachziegel in Form der „Tasche“ empfehlenswert. Auch Dachrinnen waren nicht üblich und sind heute ebenfalls in den seltensten Fällen nötig. Das Regenwasser wird einfach durch Abschrägung am Boden abgeleitet.

Bei Erhaltung und Sanierung von Kellergassen liegt das Hauptaugenmerk natürlich auf dem Mauerwerk!

Warum ist das Mauerwerk eines Weinkellers feucht?

Die meisten Presshäuser sind aus Lehm gebaut mit einem Unterbau aus Ziegel und je nach Gegend aus Steinen. Früher kannte man keine Horizontal-Isolierung. Die Weinbauern bauten die Keller so, dass sie noch etwas feucht waren. Denn wenn ein Presshaus zu trocken ist, zerfallen die Bottiche, Butten und Schaffeln.

Heute bei einer anderen Nutzung ist das anders. Die Besitzer wünschen sich ein trockenes Presshaus. Allerdings sind viele Mauern der Presshäuser heute feuchter als vor 50 Jahren. Die Ursachen sind falsche Umbaumaßnahmen in den vergangenen Jahren, Jedoch ist eine fehlende Dachrinne ist in den seltensten Fällen schuld.

Wenn ein Besitzer z.B. den Boden betoniert hatte, konnte die Feuchtigkeit nicht mehr entweichen und ist verstärkt in die Mauern gekommen. Überdies haben eingezogene Decken dazu geführt, dass die feuchte Luft nicht mehr nach außen entweichen konnte und in das Mauerwerk gekrochen ist.

Feuchtes Mauerwerk im Weinkeller – was tun?

Wenn Sie einen feuchten Weinkeller / ein feuchtes Presshaus haben und ihn als Stüberl, Lager oder sogar Wochenendhaus verwenden wollen, dann brauchen Sie die richtige Art der Mauertrockenlegung mit den passenden Baumaterialien. Materialien, die hoch dampfdiffusionsoffen sind, mit anderen Worten, Materialien, die die Feuchtigkeit durchlassen / atmen und nicht nach kurzer Zeit von der Wand fallen. Putze, die mit der ständigen Feuchtigkeit zurechtkommen, auch wenn Salze in den Mauern sind. Wenn Sie einen festen Boden wollen, dann brauchen Sie einen Estrich, der atmen kann, aber die Feuchtigkeit von unten nicht durchlässt.

Alle Materialen müssen in der Lage sein, die hohe Feuchte und Luftfeuchtigkeit zu regulieren. Außerdem ist eine leichte Verarbeitbarkeit der Materialien für die Sanierung der Gewölbekeller / Keller von Vorteil, so dass Kellersanierung ohne großen Aufwand machbar ist.

Wie renoviere ich Weinkeller und Presshäuser richtig?

RENODRY stimmt Wand-, Boden- und Oberflächensysteme auf die jeweilige Bausituation ab. Für feuchtes und versalzenes Mauerwerk werden diffusionsoffene Putzsysteme eingesetzt; bei Feuchtigkeit aus dem Boden wird objektbezogen geprüft, ob der RENODRY Spezialestrich erforderlich ist.

Unser Entfeuchtungsputz ist hochatmungsaktiv. Dieser Putz wurde für das Hotel Cavaletto in Venedig, das im Wasser steht, verwendet und ist seit über 35 Jahren auf den Mauern, ohne abzuplatzen oder Risse zu bekommen. Der Entfeuchtungsputz eignet sich hervorragend für Weinkeller und Presshäuser!

Falls Sie eine Wärmedämmung wünschen, bieten wir einen reinen, wärmedämmenden Spezialkalkputz, der auf feuchte und versalzene Mauern aufgebracht werden kann und diese sogar entfeuchtet. Er erreicht eine optimale Wärmedämmung bei nur 3cm mit einem Lambda Wert von 0,06.

Mit unseren Baustoffen machen Sie die Sanierung Ihres Presshauses einschließlich der Mauertrockenlegung nur einmal. Tatsächlich zeigt der Prüfbericht des BTI (Bautechnisches Institut) Linz, dass der Entfeuchtungsputz am besten von allen Sanier- und Mikroporenputzen abgeschnitten hat – unter extremen Bedingungen.

Weinkeller und Gewölbekeller: Nutzung vor der Sanierung festlegen

Ein traditioneller Weinkeller für die Weinlagerung stellt andere Anforderungen an Raumklima und Oberflächen als ein Presshaus, das als Verkostungsraum, Stüberl, Lager oder Aufenthaltsraum genutzt werden soll. Ziel ist daher nicht pauschal ein möglichst trockener Raum, sondern ein zur Nutzung und zur historischen Bausubstanz passendes Feuchteniveau.

Vor der Planung werden Feuchteursache, Salzbelastung, Mauerwerksaufbau, Boden, Lüftung und bereits vorhandene dichte Beschichtungen oder Einbauten beurteilt. Kapillar aufsteigende Feuchtigkeit, seitlich eindringende Feuchte, Kondensation und technische Leckagen können ähnliche Schadensbilder zeigen, benötigen aber unterschiedliche Maßnahmen.

Putz, Boden und Lüftung aufeinander abstimmen

Bei Gewölbe- und Weinkellern sollten Putz, Bodenaufbau, Anstrich und Lüftung als Gesamtsystem geplant werden. Diffusionsoffene Oberflächen unterstützen die Feuchteabgabe; dichte Anstriche, Vorsatzschalen oder ungeeignete Bodenaufbauten können die Verdunstung in andere Bauteile verlagern. RENODRY legt die Materialwahl deshalb erst nach der Mauerwerksdiagnostik und Prüfung des Untergrunds fest. Weiterführende Informationen finden Sie zur Kellertrockenlegung und zum RENODRY Spezial-Entfeuchtungsputz.

Was kostet eine Weinkellersanierung?

Bei einer Sanierung mit dem RENODRY Spezial-Entfeuchtungsputz können aufwendiges Aufgraben oder nachträgliche Sperren je nach Ursache und Bausituation entfallen. Aktive Wassereintritte, undichte Leitungen und andere technische Schäden müssen jedoch zuerst fachgerecht behoben werden. Die tatsächlichen Kosten hängen von Fläche, Mauerwerkszustand, Salzbelastung, gewünschter Nutzung und den erforderlichen Arbeitsschritten ab.

Weiterführende RENODRY Fachinformationen